SIGIS 2

SIGIS 2

Scannendes Infrarot-Gasvisualisierungssystem

SIGIS 2 ist ein abbildendes Ferndetektionssystem basierend auf einem FTIR-Spektrometer (FTIR = Fourier Transform Infrared). Mit Hilfe eines in 2 Achsen beweglichen Spiegelsystems wird die Umgebung abgetastet.

Das SIGIS 2-System eignet sich zur Identifikation, Quantifizierung und Visualisierung von Gefahrstoffwolken aus großen Entfernungen (5 km typisch). Die Messung zeichnet sich durch eine hohe Selektivität und niedrige Nachweisgrenzen aus. Ein identifiziertes Gas wird dem Anwender direkt mit dem Stoffnamen angezeigt und einem Videobild überlagert. Der Anwender kann somit unmittelbar erkennen, wo sich die ansonsten unsichtbare Gaswolke befindet, wie groß sie ist und aus welchem Stoff sie besteht.

SIGIS2-Software GeDetekt - Startbildgedetektidentifikation.jpggedetekt2.jpggedetekt3.jpg
Startbild der SIGIS 2-Software GeDetekt

Einfache Benutzung

Ein Bild des Hintergrundes wird von einer (Video- oder Infrarot-) Kamera aufgenommen und auf einem Bildschirm angezeigt. Im Standardmodus wählt der Anwender im Videobild, durch das Zeichnen eines Rahmens, einen Bereich aus, der vom SIGIS-System überwacht werden soll. Dann tastet der Scannerspiegel des Messgerätes die Szene sequentiell ab und analysiert die eintreffende Infrarotstrahlung in Echtzeit. Die Ergebnisse der Auswertung werden direkt in dem Videobild dargestellt, mit einer halbtransparenten Überlagerung des Hintergrundbild durch die potenziell gefährliche Gaswolke. Durch diese direkte Darstellung der Gefahrstoffwolke im Videobild der Szene ist eine einfache Bestimmung der Position und der Größe der Wolke durch den Anwender möglich. Die Kombination eines rotierenden Messkopfes mit einem Scannerspiegel ermöglicht die 360°‐Überwachung und Abbildung.

SIGIS2-Software GeDetekt - Ethanol Identifikation auf Fanfest WM 2006gedetekt2.jpggedetekt3.jpg
SIGIS2-Software GeDetekt: Ethanol-Identifikation beim Fanfest WM 2006
(Messung der Feuerwehr Mannheim)

Merkmale

  • Detektion aus sehr großen Entfernungen (integriertes Teleskop)
  • Sehr niedriges Rauschen
  • Größter optischer Durchsatz
  • Niedrigste Nachweisgrenzen
  • Einzigartiges System, das die Leistung eines Einzeldetektor-FTIRs mit den Vorteilen von abbildenden Systemen verbindet
  • Automatische Stoffidentifikation in Echtzeit
  • Kompensation von atmosphärischen Gasen und "Störstoffen"
  • Große Spektrenbibliothek (TICs und CWA)
  • Bildüberlagerung ermöglicht einfache Interpretation der Messergebnisse
  • Robust (seit 2006 in Benutzung durch die Analytischen Task-Forces (ATF))
  • Automatische 360°-Überwachung
  • Automatischer Ablauf von benutzerdefinierten Messzyklen
  • Video- und Infrarotkameras für Tag- und Nachteinsatz
  • Vollständige Dokumentation der Messungen
  • Umgebungsbild, Spektrum, Stoffliste, Ort (GPS), Uhrzeit etc.
  • Automatische Übertragung von Messdaten auf Server
  • Übertragung der Messdaten an Einsatzzentrale oder externe Experten
  • Nachträgliche Analyse durch externe Experten möglich
Drei SIGIS 2 Systeme bei einer Schulunggedetekt1.jpgschockrahmen.jpg
Drei SIGIS 2 Systeme bei einer Anwenderschulung

 


SIGIS2-Messung als Film


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