GasCam
Visualisierung kleinster Gasmengen
Mit der GasCam können kleinste Mengen Gas visualisiert werden. Die Gaswolke wird in einem Videobild dargestellt.
Bisher wurden zur Dichtigkeitsprüfung von Gasanlagen Punktdetektoren eingesetzt, die eine kleine Menge Luft ansaugen und analysieren. Diese Detektoren müssen genau an dem Ort eingesetzt werden, an dem eine Gasfreisetzung stattfindet. Schon in unmittelbarer Umgebung einer Gasfreisetzung kann das Signal so stark abfallen, dass es nicht mehr detektiert werden kann. Jeder Flansch, jede Stopfbuchse etc. einer Gasanlage muss sehr sorgfältig untersucht werden. Die Dichtigkeitsprüfung mit diesen Systemen deshalb extrem zeitaufwändig. Darüber hinaus gibt es Bereiche, die nicht oder nur schwer für Messungen zugänglich sind.
Im Gegensatz dazu ermöglicht die GasCam die Untersuchung großer Bereiche mit einer einzelnen Messung. Die direkte Visualisierung ermöglicht das schnelle Aufspüren von Gasfreisetzungen.
Die GasCam kann neben der Detektion von Methan auch zur Detektion einer Vielzahl anderer Gase genutzt werden, da fast alle Gase Signaturen im genutzten Spektralbereich aufweisen. Als Beispiele können Schwefelhexafluorid (SF6), Ammoniak (NH3), Methanol und Ethanol genannt werden, die Anzahl der Gase ist jedoch so gut wie unbegrenzt.
Die GasCam nutzt ein extrem nachweisstarkes Detektorarray (Focal Plane Array) in Kombination mit Spektralfiltern, um Gase in der Luft zu detektieren. Die allgegenwärtige Infrarotstrahlung wird durch vorhandene Gaswolken beeinflusst, was für das menschliche Auge unsichtbar ist, mit der GasCam jedoch detektiert werden kann. Die Signale werden in Echtzeit analysiert. Der Benutzer kann somit eine Methan-Wolke direkt verfolgen. Im Gegensatz zu anderen Systemen wird der zur Detektion optimale Spektralbereich genutzt.



